| ZUSAMMENFASSUNG DES PROJEKTS
Die Georg-Sonnin-Schule hat in den letzten Jahren 113 SchülerInnen
und 15 LehrerInnen über SOKRATES COMENIUS, LINGUA E und LEONARDO DA
VINCI ins Ausland vermitteln können. Im Gegenzug waren 158 Schülerinnen
und 37 LehrerInnen aus 9 Länder Gäste in unserer Schule.
Mobilitätsprojekte wie LEONARDO DA VINCI sind in unserer
Schule schwierig zu organisieren. TeilzeitschülerInnen werden von
ihren Ausbildungsbetrieben kaum gefördert bzw. unterstützt. VollzeitschülerInnen
haben oft finanzielle Schwierigkeiten.
Durch die Förderung von Projekten wie LEONARDO erreichen wir auch
motivierte Schülerinnen, die sich eigentlich kein Auslandpraktikum
leisten könnten.
In der Georg-Sonnin-Schule konnten wir relativ schnell 12 SchülerInnen
finden, die ein Auslandspraktikum in Finnland und Estland absolvierten
wollten – 11 VollzeitschülerInnen, 1 Teilzeitschüler. Erfreulich
war die Resonanz unserer weiblichen Schülerinnen. Von 12 PraktikantenInnen
sind 7 weiblich (ca. 10% unserer Schülerinnen sind weiblich).
Das Projekt der Georg-Sonnin-Schule EUROPRAKTIKA I wurde im Oktober
2003 für alle SchülerInnen vom BVJ bis zum Fachgymnasium bekannt
gemacht – KlassenlehrerInnen, EU-Informationswände, Homepage usw..
Aufgenommen wurden alle SchülerInnen ohne Ansehen ihrer Schulnoten/Herkunftsklassen,
entscheidend waren ihre Bewerbungsunterlagen, Lebensläufe und Einwilligungserklärungen
der Eltern. Die regelmäßige Teilnahme an den Kursen für
Sprache und Kultur des Ziellandes und weiteren Zusammenkünften waren
ein weiteres Kriterium für die Teilnahme am Projekt.
Aus folgenden Berufsfeldern bestanden die Gruppen: Finnland – 3 Holztechnik,
2 Körperpflege, 1 KFZ-Technik; Estland – 4 Holztechnik, 1 Körperpflege,
1 Textiltechnik. 11 SchülerInnen kommen aus dem BGJ/BFS und 1 aus
dem 2. Ausbildungsjahr(dual).
In der Vorbereitungsphase erhielten die PraktikantenInnen Informationen
über Land und Leute, Lebensgewohnheiten usw. und einen Sprachunterricht
von einer externen finnischen u. estnischen Lehrerin. Filme, Videos
von den Veranstaltungen der letzten Jahre, recherchieren im Internet,
Kontakte per e-mail usw. gaben weitere Einblicke. An einem Informationsabend
konnten die Stipendiaten und ihre Eltern weitere – auch von Praktikantinnen
aus den letzten Jahren - Informationen erhalten.
Die PraktikantenInnen wurden in die täglichen Arbeitsprozesse
der finnischen Aufnahmebetriebe und in den Schulalltag eingebunden. Sie
haben auch die Organisation und Teile des "on-the-job" Trainings
der finnischen und estnischen Betriebe kennengelernt. Je nach Beruf
haben sie zweimal pro Woche oder bis zu 2 Wochen in finnischen/estnischen
Betrieben gearbeitet. In den Berufsschulen wurden Arbeitsgruppen gebildet:
deutsch/finn. bzw. deutsch/estn. SchülerInnen. Sie erarbeiteten Projekte
nach deutschen und finn./estn. Lehrplänen. Z. B. im Berufsfeld Körperpflege:
Frisuren an Übungsköpfen mit Farbe und speziellen Einlegetechniken,
Holztechnik: Werkstücke wie Hocker u. Beistelltische mit funierten
Tischplatten, wie sie laut Lehrplan auch in Lüneburg hergestellt wurden.
SchülerInnen kommunizierten während dieser Phase mit ihren
MitschülerInnen via e-mail miteinander; ebenso die FachlehrerInnen/ProjektleiterInnen.
Die Projekte wurde besprochen und ausgestellt. Fotos und Informationen
vom Projekt wurden auf der Homepage http://haar-stylist.de veröffentlicht.
Dadurch konnten die MitschülerInnen und Eltern das Praktikum verfolgen.
Während der gesamten Zeit wurden die PraktikantInnnen von einem
SchülerIn und LehrerIn betreut.
Fachliche Exkursionen: Betriebsbesichtigungen u. a. Die ProjektleiterInnen
organisierten und begleiteten die Praktikanten bei folgenden Aktionen:
Konzerte, Museen, Musical usw., Sportveranstaltungen wie Volleyball,
Eishockey usw.
Die PraktikantenInnen waren von der Gastfreundlichkeit, Arbeitsklima
usw. überrascht und angetan. Diese Erfahrungen und neue bzw. andere
Arbeitstechniken besonders in den Informationstechnologien werden sie in
den nächsten Wochen im Unterricht/Betrieb an ihre MitschülerInnen
weitergeben. Die PraktikantenInnen erhielten zum Abschluss ein „Praktikums-Zertifkat“
der Georg-Sonnin-Schule und auch von ihrer Gastschule.
Das LEONARDO-Projekt hat sich in dieser Zeit auch positiv auf unsere
LehrerInnen ausgewirkt – an der Ausschreibung der Bezirksregierung Lüneburg
konnte unser EU-Koordinator für das Projekt "Berufsausbildung
in Europa – Praktika für Ausbilder und Lehrkräfte des Regierungsbezirkes
Lüneburg bei europäischen Partnern" 4 Lehrer und 1 Lehrerin
für ein zweiwöchiges Praktikum in den Herbstferien 2004 gewinnen.
Ebenso hat sich dieses LEONARDO-Projekt positiv auf die Zusammenarbeit
mit beiden Partnerschulen ausgewirkt. Die Georg-Sonnin-Schule erwartet
im Mai 2004 für 5 Wochen 2 Praktikanten aus Finnland und 7 aus Estland;
im September 2004 für 1 Woche eine Abteilungsleiterin der finnischen
Berufsschule und eine Betriebsinhaberin. Die Abtl. Körperpflege ist
am finnischen LEONARDO-Projekt „On the job learning“ Zusammenarbeit Schule
+ Betriebe beteiligt. Durch die LEONARDO-Zusammenarbeit mit Finnland und
Estland stellt jetzt auch unsere Partnerschule in Litauen einen Antrag
für 12 Schülerinnen nach Lüneburg mit dem Titel: "Gebrauch
von IT(Informationstechnologien) in den EU Berufsschulen in den Textil-
und Friseurabteilungen". Ebenso wurden in dieser Zeit neue Projekte im
Bereich Informationselektronik „Lüftersteuerung“ und Mechatronik „SPS-gesteuerte
Stempelmaschine“
mit Estland ausgetauscht, dass zu neuen LEONARDO-Projekten führen
soll.
Gerhard Lühr EU-Koordinator Georg-Sonnin-Schule Lüneburg
28. Februar 2004
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